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Das slowakische Wettbewerbsrecht im Zuge der EU-Osterweiterung am Beispiel des Anti-Monopol-Gesetzes und der Wettbewerbsinstitutionen.

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9 2.1.2.2 Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung Die Slowakei ist ein Land mit einem hohen Grad an monopolisierter und konzen- trierter  Industriestruktur.  Das  Anti-Monopol-Gesetz  versucht  diese  Wirtschafts- struktur  unter  anderem  mit  einem  generellen  Verbot  des  Missbrauches  einer marktbeherrschenden  Stellung  zu  begegnen.  Zwar  stellt  eine  dominante  Stellung eines   Unternehmens   im   Markt   als   solche   noch   keine   Verletzung   des   Anti- Monopol-Gesetzes dar,  jedoch  überwacht  das  AMO  das  Verhalten  dieser  Unter- nehmen  auf  Grundlage  des  Gesetzes.  Sie  bezieht  bei  der  Definition  eines  Miss- brauches einer marktbeherrschenden Stellung nicht nur den Marktanteil des betref- fenden Unternehmens mit ein, sondern auch die ökonomische Kraft und die Wett- bewerbsposition des Unternehmens im relevanten Markt. Außerdem ist es einem Unternehmen untersagt seine marktbeherrschende Position zum Schaden des Ver- brauchers auszunutzen. Gleichwohl ist eine Ausdehnung des Missbrauches von der Situation  auf  dem  relevanten  Markt  abhängig  und  folglich  begrenzt.  Existieren beispielsweise auf einem Markt niedrige Markteintrittsschranken, so kann auf die- sem Markt trotz einer marktbeherrschenden Stellung eines Unternehmens durchaus Wettbewerb vorhanden sein.26 Bei  der  Novellierung  des  Gesetzes  2002  kam  es  zu  zahlreiche  Änderungen  im Bezug  auf  früheren  Positionen  des  Anti-Monopol-Gesetzes27.  So  wird  zum  Bei- spiel  schon  die  Drohung  von  Wettbewerbsbeschränkungen  („Beschränkung  der Produktion,  des  Verkaufes  oder  der  technischen  Entwicklung“28)  als  ein  Miss- brauch  einer  marktbeherrschenden  Stellung  angesehen,  weil  dadurch  ein  wirt- schaftlicher Schaden für die Konsumenten entstehen kann.29                                                           26 Vgl. Banas, Milan; a.a.O.; S. 443f; Antimonopoly Office (Slovakia); a.a.O.; S. 6; sowie Ojala, Marjo; a.a.O.; S. 167. 27 Änderungen gab es auch hinsichtlich des Zuganges zu wichtigen Ressourcen und der Definition des Marktanteils     marktbeherrschender Unternehmen, siehe Antimonopoly Office (Slovakia); a.a.O.; S.3. 28 Antimonopoly Office (Slovakia); a.a.O.; S. 3. 29 Ebd.; S. 3 und 7.
  
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